Endlich die Beine hoch legen, durchschnaufen und sich erholen können! Ist diese Vorstellung nicht herrlich? Wer wünscht sich nicht hin und wieder eine Auszeit? Und ist nicht der Sommer genau diese Jahreszeit, mit der wir diese Sehnsucht automatisch verbinden? Oder ist das bei Ihnen anders?

Gewusst wie?

Aber wie tanken wir am besten wieder unsere angeknabberten Energiereserven auf und wie sorgen wir für den sicherlich wieder anspruchsvollen Herbst/Winter vor? Aus meiner Resilienz-Ausbildung und meinem Erfahrungsschatz hab ich 5 Tipps für Sie zusammengetragen:

  1. Pflegen Sie Ihre Beziehungen in Ihrem soziales Netzwerk

Damit meine ich jetzt nicht Ihre Business Kontakte und die Vereinssitzungen – nein, nutzen Sie das schöne Wetter dafür, auf Grillfeste und Gartenpartys zu gehen, Schulfreunde und Nachbarn zu besuchen, Familie und Verwandte wieder mal einzuladen. Ein funktionierendes soziales Netzwerk abseits beruflicher Verpflichtungen und Abhängigkeiten ist eine wesentliche Ressource in rauhen Zeiten. Sie brauchen unter dem Jahr mal jemand, den man einfach zwischendurch anrufen kann oder mit dem man (frau) sich unkompliziert auf einen Drink treffen kann, um sich den Schmerz von der Seele zu reden oder sich einfach nur gegenseitig zuzuhören. Wenn Sie diese Kontakte unterm Jahr pflegen, steht dem nichts im Wege. Sich nach mehreren Jahren mal wieder zu melden und dieser Person gleich die Ohren voll zu jammern, könnte befremdlich wirken.

  1. Schalten Sie ab

Gesundheitlich schon lange bewiesen ist die Wirksamkeit einer wirklichen Auszeit. Legen Sie die Fach-Bücher weg, kramen Sie Romane und Literatur stattdessen hervor. Lassen Sie das Notebook zu Hause, am besten auch gleich das Handy. (Ich sehe das milde, mitleidige Lächeln auf Ihrem Gesicht!) Es wäre ein Experiment wert – glauben Sie’s mir. Wenn Sie zu Hause arbeiten – sperren Sie die Türe zum Arbeitszimmer ab und legen Sie den Schlüssel weit weg. Und führe mich nicht in Versuchung. Die Länge dieser Auszeit mag individuell verschieden lange dauern – notwendig und kreativitätsfördernd zugleich ist sie allemal. Tapetenwechsel tut auch gut. Für Seele und Geist. Das geht auch mit kleinem Börserl.

  1.  Bauen Sie Luftschlösser und machen Sie Pläne

Wenn einem die Mischung aus Sonne und Schatten ein angenehmes Klima bereiten und wir leicht in der Hängematte vor uns hin baumeln, dann kommen wir in eine gute Schwingung und können unsere Gedanken treiben lassen. Was wäre, wenn… Wo wäre das und wer würde die Veränderung noch bemerken? Die Wunderfrage wirkt auch in der Hängematte. Und auf der Campingliege. Und unter‘m Apfelbaum. Wenn Sie Ihre Gedanken mal um Ihr zukünftiges Luftschloss kreisen lassen, kehren Sie nicht ohne 3 handfeste ToDo’s daraus ins Hier und Jetzt zurück! Was können Sie sofort ändern? Mit wem könnten Sie sofort darüber reden und wo können Sie sich über die Rahmenbedingungen der neuen Idee konkret informieren?

  1. Eigene Weiterentwicklung vorantreiben

Im Sommer trudeln die Weiterbildungsangebote für den Herbst und oft auch schon für das darauf folgende Kalenderjahr herein. Sie könnten die Kataloge und Online-Portale mal durchstreifen und schauen, was Sie so anspringt. Nicht alles kann man sofort beruflich verwerten und nicht aus jedem Kurs, den man besucht, wird gleich ein ausgewachsenes Hobby, aber vielleicht tut es Ihnen schon mal gut, sich regelmäßig mit einem anderen oder ungewohnten Thema zu beschäftigen, eine neue Sprache zu lernen oder Bewegung zu machen. Die kleinen grauen Zellen oder ihr Kreislauf wird es Ihnen danken. Schaufeln Sie sich für diese Experimente gezielt Zeit in Ihrem Kalender frei. Zu etwas “Ja!” zu sagen bedeutet sehr oft, bewusst zu anderen Dingen “Nein!” zu sagen. Damit übernehmen Sie gezielt Verantwortung in puncto Selbstregulation und Selbstfürsorge.

  1. Gehen Sie den Energiefressern auf den Grund

Können Sie identifizieren, was Ihnen viel Kraft und Energie im Alltag kostet? Wissen Sie, was Sie im Job am meisten nervt? Überlegen Sie sich realistische Alternativen und sprechen Sie Ihre Führungskraft oder die zuständigen Personen direkt darauf an. Formulieren Sie ich-Botschaften und sprechen Sie über Ihre Stärken und Potenziale, die Sie (noch) nicht einbringen können, weil diese blockiert oder nicht gesehen werden. Vielleicht wissen die anderen auch gar nicht von Ihren Vorschlägen und Talenten – dann wird’s aber Zeit! Sagen Sie, was Ihnen wichtig ist und woran Sie gerne arbeiten würden.

Erst vor kurzem bin ich in einem Buch über ein Vorwort von Ilja Grzeskowitz gestolpert, in dem er sinngemäß schrieb, dass wir alle etwas finden sollten, wenn wir abends davon heimkommen – dann sollten wir uns sagen können „Whow – und dafür bekomme ich auch noch Geld!“ Im Umkehrschluss bedeutete das für mich: Solange wir nicht wissen, was das „DAS“ ist, dann werden wir uns sehr schwer damit tun, darüber glücklich zu sein. Stärken Sie Ihre Gestaltungskraft und bestimmen Sie selbst über Ihr Leben.

Ich wünsche Ihnen entspannende und erholsame Sommerzeit, in der Sie auftanken können, neuen Mut und neue Visionen entwickeln können und aus dem Sie gut gestärkt in die zweite Jahreshälfte aufbrechen können!