Resi-wer? Resi-was? Ach, Resilienz. Wieder so ein Gesundheitsding, oder?

Jahrelang machte ich erfolgreich einen Bogen um das Thema – es hat mich nicht angeturnt. Jetzt weiß ich auch, warum.

Anscheinend war ich noch nicht so weit. Oder das Modell war noch nicht so weit. Jetzt hab ich hinein geschnuppert. 3 1/2 Tage in Bad Schallerbach mit Ella Gabriele Amann vom ResilienzForum Berlin. Ich weiß, dass ich erst an der Oberfläche angekommen bin. Trotzdem konnte ich schon 3 sehr praktische Übungen mitnehmen. Hat man die 16 Lern- und Kompetenzfelder zur Resilienz erst mal verinnerlicht, ist alles ganz logisch. Und wer schon mal mit dem SIZE Prozess Profil zu tun hatte (das haben schon viele meiner Kunden) kann die Inputs dazu auch super mit ihrem eigenen Persönlichkeitsprofil kombinieren.

Die Indikatoren

Mittels eines Fragebogens, den man als reines Selbst- aber auch als 360° Tool nutzen kann, werden Indikatoren zu jedem der 8 Kompetenzfelder abgefragt. Die Auswertung gibt sehr gute Anhaltspunkte zu den eigenen Lern- und Entwicklungsfeldern und wo man mit individuellem Training ansetzen kann.

ZB kann ich ganz schlecht “aus den Blickwinkeln eines anderen die Situation betrachten“, wenn es mir stressmäßig schon ans Eingemachte geht. Dafür bin ich recht locker im “Akzeptieren individueller Persönlichkeitsmerkmale bei anderen Personen” und “positive Aspekte in bei unangenehmen Aufgaben finden” kann ich auch gut, wenn der Change-Wind wieder rau um die Nase pfeift…

Wir alle haben unterschiedliche Lern- und Entwicklungsfelder und werden durch unterschiedliche Stressfaktoren aus der Bahn geworfen. Gegenwind fühlt sich für jeden und jede anders an. Das kann man individuell oder auch im Team üben und trainieren und sich so für die stürmischen Zeiten rüsten.

Das Bambusprinzip

Das Bambusprinzip lehrt uns, nicht wie der Fels in der Brandung zu stehen und die Veränderung, den der „wind of change“ über uns hereinbläst, stoisch zu ignorieren, sondern sich mit dem Wind zu beugen, aber die Spannkraft zu haben, wieder in seine eigene Form zurückzukehren. Das bedeutet im ureigensten Sinn, resilient zu sein.

Sehr berührt bin ich von den wertschätzenden Team-Übungen, die ich aus dieser Methode mitnehmen kann. Gemeinsam aus den persönlichen, einzelnen Ressourcen die Teamressourcen zu speisen und sich dazu zu verpflichten, etwas beizutragen und damit Verantwortung dafür zu übernehmen, trägt definitv zu einem guten Teamklima und zum gemeinsamen Erfolg bei.

Für mich ist klar geworden, dass Resilienz eine neue Kompetenz – praktisch wie ein neuer Muskel  – ist, der entsteht, weil wir uns zwischen der Stabilität und der Agilität stetig hin- und herbewegen, uns beugen und wieder aufrichten, uns beugen und wieder aufrichten. Und noch einmal.

Lust auf eine Ressourcendusche oder ein Resilienz-Zirkel-Training nach dem Bambus Prinzip®? Dann vereinbaren Sie einen Termin mit mir – ich komme duschen 😉