Führung in agilen Strukturen erleben

Ich komme gerade von einer 3tägigen Schweiz-Reise zurück. Neben der Gelegenheit, gleich Verwandte zu treffen und ehemalige Geschäftspartner, war das Ziel eine Einschulung für die neue, agile Führungssimulation von LEAD Reality zu bekommen. Mit der rein hierarchischen Version bin ich ja seit einigen Jahren erfolgreich exklusiv in Österreich unterwegs. Meine Kunden schätzen das einzigartige Setting, in dem Erleben, Reflexion und Feedback das Lernen prägen.

Endlich ein Simulations-Setting für agile Strukturen!

Jetzt wurde dieses Setting an die immer agiler werdenden Strukturen in den Organisationen angepasst und das Angebot um diese agile Version erweitert. Ich hatte Tage davor am Telefon von den Kollegen schon von erfolgreichen Durchführungen bei Schweizer und Deutschen Kunden gehört und schlüpfte in unserem Trainingssetting gleich in eine Führungsrolle. Ich war sehr gespannt, was nun anders ist. Und es war anders.

Ich habe erlebt, wie sich schon alleine durch eine andere Form der Aufgabenverteilung auch das Verantwortungsgefühl im Führungsteam aber auch bei den Mitarbeitenden verändert hat. Wir konnten erleben, wie wichtig die Abstimmung und die Kommunikation untereinander war, viel stärker als in der rein hierarchischen Version – denn sonst wäre das Gesamtergebnis in Gefahr. Wir erlebten hautnah, was passiert, wenn engagierte und selbstständig agierende Mitarbeitende mit dem falschen Führungsverhalten demotiviert wurden und die Freude am Projekt verloren. Wir haben erlebt, wie Führungskräfte sich gegen die Anordnungen des Vorstandes gestellt haben und mit alternativen Vorschlägen, die gemeinsam mit dem Team erarbeitet wurden, die anstehenden Kündigungen noch gedreht haben (zumindest in der Simulation 😉)

Neu: Kurz-Workshops nach den Simulations- und Feedforwardrunden

Wir waren bemüht, die anschließende Reflexion sauber durchzuziehen – mit Rollenbewusstsein – was uns als Trainerteam nicht gelang, wir sprangen fleißig von der Führungs- bzw. Mitarbeitenden-Rolle in die der zukünftig anleitenden TrainerInnen 😉, kamen so aber auf tolle neue Ideen zur Durchführung. Wir erkannten auch, dass die im Setting bereits vorgesehenen Kurz-Workshops im Anschluss an die Simulations- und Feedforwardrunden für die Teilnehmenden an jedem Tag total wichtig waren, weil der Diskussionsbedarf bei den Teilnehmenden nach den Simulationsrunden und der Frage:  „Was bedeutet das für deinen Arbeitsalltag in deiner Organisation?“ enorm ist.

Die Kunden können mitbestimmen, was sie ausprobieren wollen.

Mein Fazit: Ich habe endlich ein Tool in meinem Werkzeugkoffer, mit dem ich es meinen Kunden ermöglichen kann, nicht nur neues Führungsverhalten bei sich selbst, sondern auch bei sich verändernden Situationen und Strukturen auszuprobieren. Cool! Zusätzlich haben die Kunden die Möglichkeit, mitzubestimmen, welche neuen Organisationsformen oder Regeln sie ausprobieren wollen, worauf sie sich Feedback geben wollen und was sie erleben wollen. Das Leadership-Commitment zum Abschluss bleibt als zentrales und wirksames Transferelement erhalten.

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