TOP 4 Stolperfalle: Alles wie gehabt

Vielleicht mussten auch Sie in diesen Wochen der virtuellen Zusammenarbeit Prozesse verändern, Abläufe vereinfachen oder leider verkomplizieren. Es ist eine ideale Gelegenheit, diese veränderten Abläufe nun zu evaluieren und einer kritischen Prüfung zu unterziehen. Ganz allgemein können Sie sich immer diese 3 Frage stellen:

  • Was ist besser und was schlechter (im Sinne von z.B. Fehleranfälligkeit und Kostenaufwand) gelaufen, als vor dem 15. März 2020?
  • Bei welchen Aufgaben hat es Schübe in Bezug auf Qualität, Geschwindigkeit oder Kundenzufriedenheit gegeben?
  • Wo haben wir Aufgaben neu verteilt und überlegen jetzt, ob wir das so beibehalten oder wieder verändern wollen?

Raus aus dem Dilemma

Eine gute mentale Unterstützung, um nicht in ein schwarz-weiß Denken in Form eines klassichen Dilemmas zu verfallen, ist immer, eine neue, noch nicht dagewesene – aber bereits möglichst konkret ausformulierte – 3. Variante ins Spiel zu bringen. Manchmal arbeite ich auch mit einer 4. Variante, die nicht näher beschrieben wird. Diese stellt dann einen noch nicht konkret ausformulierten „ganz anderen Aspekt“ dar.

In der Beschreibung der Werkzeuge effektiver Führung von Fredmund Malik kommt auch die „regelmäßige Müllabfuhr“ vor. Überdenken Sie, welche Prozesse sich in der Zwischenzeit als wirklich unnötig herauskristallisiert haben. Überprüfen Sie innerhalb der Organisation, wer davon noch betroffen ist, wenn dieser Schritt zukünftig flachfällt und ob Sie das überhaupt entscheiden dürfen. Es gibt zwar den couragierten Spruch: “Es ist einfacher um Entschuldigung zu bitten, als um Erlaubnis zu fragen.” – Aber bitte achten Sie in diesem Sinne  auch auf Ihre eigene Arbeitsplatzsicherheit.

Wer sind die Expert*innen der Situation?

Wie beim Feedforward gilt auch in dieser Situation: Die ausführenden Personen – die Mitarbeitenden – sind meist die Expert*innen der Situationen. Entscheiden Sie nicht über deren Köpfe hinweg. Und vergessen Sie niemanden – frei nach dem Motto: “Niemand wird zurückgelassen…” Bauen Sie (gemeinsam) einen transparenten Fahrplan, welchen Prozess und welche Aufgaben Sie nach und nach fokussiert unter die Lupe nehmen werden – das fördert die Geduld der Teammitglieder, auch wenn die Liste lang ist, bis der eigenen Prozess dran kommt. Laden Sie zu „Lessons learned“ ein und beziehen Sie auch interne und externe Kunden in Ihre Reflexionen ein.

Und wenn Sie zu denen gehören, die gerade denken: “Boah – bloß keine schlafenden Hunde wecken!”, da würde ich doch viel darauf verwetten, dass Ihre Mitarbeitenden von selbst mit diesen Vorschlägen kommen. Der eine lauter, die andere eher hinter vorgehaltener Hand, aber das innovative Denken der Menschen ist kaum zu verhindern. Achten Sie darauf, dass Ihr Team durch eine Nicht-Handeln nicht wieder in die Storming-Phase regrediert.

Auf das korrekte Fundament achten

Weitere Fragen können sein, wo Dokumentationen vielleicht nachgearbeitet werden müssen oder in ein einheitliches System gebracht werden? Um den Betrieb aufrecht zu erhalten, musste in den ersten Wochen und Monaten des Shut-Down der Betriebsrat, der Compliance-Officer oder die Rechtsabteilung möglicherweise ein Auge zudrücken? Achten Sie jetzt darauf, dass bei zukünftigen Regelungen wieder alles ein korrektes Fundament bekommt.

Konkrete erste Unterstützung bekommen Sie in meinem Gratis-Webinar “Erfolgreichere, motiviertere und produktivere Teams durch gezielte Teamentwicklung“: https://weilke.at/gezielte-teamentwicklung-webinar   Dafür gibt’s auch wieder neue Sommer-Termine – einfach klicken – einfach anmelden!

  1. Hier geht’s zum 1. Teil der Serie: Fruchtbaren Boden zu Brachland werden lassen
  2. Hier geht’s zum 2. Teil der Serie: Homeoffice – die neue Sau durch’s Dorf treiben
  3. Hier geht’s zum 3. Teil der Serie: MA unreflektiert wieder entmachten oder wieder bemächtigen

Ganz konkret helfen für diesen Schritt moderierte Reflexionsrunden, Aufgabenbazar-Übungen, phantasievolle Zeitreisen in die Vergangenheit und in die Zukunft, Future-Jumps und Arbeit an der Rollenklarheit.

Brauchen Sie Unterstützung dafür? Dafür bin ich da.